Mariä Empfängnis und Josephs Not

Maria empfängt

An einem schönen Sommerabend saß die liebliche Maria vor der Hütte ihrer Eltern und versuchte ein wenig nachzudenken. Das war schwer für sie, denn ihr Vater hatte ihr längst das Gehirn rausgevögelt, wie man so unschön sagt. In treffenderen Worten ausgedrückt: Ihr Vater, der grausame Hieronymus von Galatea, machte seit ihrem siebten Lebensjahr schlimme Dinge mit seiner schönen Tochter. Um diese Schrecklichkeit ertragen zu können, zog sich die jetzt Fünfzehnjährige immer mehr in eine geistig arme Eigenwelt zurück.

Aber was schreibe ich da? Das kann doch nicht sein! Sie war Jungfrau bei Jesu’ Geburt! Nichts da! Von wegen: Elterliche Gewalt! So ein Unfug!

Also von vorn: Sie war einfach nur ein wenig einfältig. Sie ruhte sich von der Arbeit aus. Vor der Hütte. Auf einem Sitzhocker mit Schaffell, die Hüttenwand im Rücken, die Abendsonne im Gesicht. Da kam ein Karnari geflogen und setzte sich dreist auf ihr linkes Knie. Woher sollte die dumme Maria wissen, dass es der Heilige Geist in Vogelgestalt war? Allerdings hätte ihr jetzt eine solche Klugheit überhaupt nichts genützt, weil der Heilige Geist ganz fiese göttliche Fähigkeiten hatte, von denen er gleich brutal Gebrauch machen würde. Unter der Zunge trug der Kanari ein einzelnes göttliches Spermium. Ungeduldig zappelte es eingebettet in einer stecknadelkopfgroßen Gelkapsel. Maria hatte kurz Gelegenheit, überrascht über die Zutraulichkeit des putzigen Vogels zu sein. Da griff der Kanari, also der Heilige Geist, mittels Gedankensuggestion zu! Er befahl ihr, den Vogel locker in die Hand zu nehmen und mit der anderen Hand den Rock zu raffen. Den Kanari musste sie mit dem Köpfchen an ihre Muschi führen. Und zwar so, dass der Kanari mit seinem Schnäbelchen die Gelkapsel einführen konnte. Dann befahl der Heilige Geist der solcherart vergewaltigten Jungfrau, sich den Rock herunterzuziehen und den Vogel aufs Knie zu setzen. Ein letzter Gedankenimpuls löschte die letzte halbe Minute – länger dauerte das Ganze nicht – aus der Erinnerung der armen Maria. So einfach war das. Der Kanari flog weg, nicht ohne dem Mädchen noch schnell aufs Knie zu kacken. In Marias Scheide löste sich die Gelkapsel sofort auf und das gierige Gottesspermium schlängelte durch das Jungfernhäutchen und – ach was! Da war kein Jungfernhäutchen! Also: Befruchtung ohne Hindernis. Ein neues Leben begann!

Josephs Not

Der Joseph! Er war so froh, als sein Vater ihm dieses Mädchen besorgte. Große Sprünge konnten die Eltern von Joseph nicht machen, sie hatten einfach zu wenig Weidemöglichkeiten für ihre kleine Schafherde. Die Wollpreise fielen seit Jahren und das Leben in Judäa war hart. Die Maria war ein richtiges Schnäppchen, da hat Josephs Vater den Handel schnell perfekt gemacht. Das wurde Zeit, denn der Junge ging schon auf die Dreißig zu, verkehrte noch mit Schafen und hatte keinen richtigen Beruf. »Mach’ doch endlich eine vernünftige Ausbildung!«, lag ihm die Mutter oft in den Ohren. Da kam die Maria gerade recht. Ein bisschen seltsam war sie ja. Ihre jüngeren Schwestern besaßen schon mehrere Kinder, aber die Maria war immer noch allein, ohne einen treusorgenden Mann. Trotz ihrer sexy Figur, die selbst unter dem lockerfallenden Gewand gut zu erkennen war. Aber trübe Augen hatte sie. Trübe und traurige Augen. Das kam daher, weil sie recht häufig schmutzig benutzt worden war. Von ihrem Vater, nicht wahr! Alle haben das gewusst, auch Josephs Vater, nur sein dummer Sohn nicht. Und sie war so billig. Was Normales, so für 15 oder 20 Schafe, hätte sich sein Alter nie leisten können. Die Maria rückte ihr frevelhafter Vater für zweieinhalb Hammel raus, ein richtiges Schnäppchen. Joseph war es zufrieden. In stillen Nächten und manchmal auf der Schafweide im Sonnenschein, wenn es zur Sache ging, lag sie reglos wie ein abgeschlachtetes Tier unter ihm, während er stümperhaft stocherte. Joseph kannte es nur so und schön flutschig war sie zur Genüge, viel saftiger als jedes Weideschaf. Auch der Busen war toll. Als sich nach einigen Monaten ihr Bauch zu wölben begann, wusste Joseph, dass seine Saat aufgegangen war.

Dann kam diese seltsame Nacht, in der plötzlich alle Welt in den Stall in Bethlehem drängte, um die Geburt seines Sohnes zu begrüßen. In dieser Nacht hat Joseph sich zum ersten Mal richtig betrunken. Den Schock muss man sich vorstellen. Der wusste nichts von seiner Frau. Dachte, sie wäre neuwertig. Er war sich sicher, er selbst hätte sie geschwängert und das Baby mit dem Heiligenschein in der Krippe wäre sein Sohn, Joseph junior, der kleine Juppi. Plötzlich behaupteten wenig vertrauenerweckende aber stinkreiche fremdländische Herrscher, er sei nicht der Vater! Der so um seine Illusion gebrachte junge Mann hat das dagelassene Gold der Besucher genommen, Maria vorwurfsvoll angeschaut und ist in die Herberge zum Weintrinken gelaufen. Am nächsten Tag zählte er das restliche Geld und suchte sich eine Lehrstelle als Zimmermann.

Alle Geschichten gehen immer weiter …

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