Gestern in der Nähe der Wega

Der Weltraum. Unendliche Tumbheit. Wir schreiben das Jahr 2019. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, nein, (Verzeihung. Der Schreibschwung hat mich mitgerissen.) der fantastischen Geschichtenerzählerin Gerda Locker, die alle Zeit der Welt hat, das Universum und seine Wunder zu erforschen.
Heute sollte es eigentlich wieder um die Abgründe der menschlichen Sexualität gehen. Nachdem ich aber gestern das Paarungsverhalten der saurierähnlichen Quexoto auf dem Planeten Nerka im Sonnensystem Wega ausgiebig untersucht habe, muss ich zunächst davon berichten. Um ehrlich zu sein, die Untersuchung war schnell erledigt, denn die Quexoto haben gar keinen Sex. Aber: Sehr interessant, sie kommen auch ohne Sex gut klar.
Sie poppen aus Gesteinsklumpen, die nur im Äquatorialgürtel des Kontinents Nana vorkommen, alle Jubeljahre bei einer gleichzeitigen Mondfinsternis der drei Planetentrabanten Ex, Hopp und Nadenn. Sie leben leider nicht lange. Sobald sie sich soweit entwickelt haben, um erkennen zu können, was ihre einzige Nahrungsquelle ist, stürzen sie sich hinein, fressen sich voll bis Oberkante Speiseröhre, rülpsen geräuschvoll und verrecken. Ihre Nahrung ist für Terraner tödlich, doch wir haben im Moment sowieso keine Möglichkeit, diesen Planeten zu bereisen. Vielleicht später. Aber dann könnten die Quexoto bereits ausgestorben sein und es wäre zu spät, um ihren Lebenszyklus erforschen zu können. Deshalb ist es so wichtig, dass ich das alles gestern noch herausgefunden habe, um es stolz hier einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Das Außergewöhnliche steckt im Unscheinbaren, nicht wahr? Wer weiß, wozu dieses Wissen einmal gut ist?
Ach so. Die Nahrungsquelle der Quexoto ist Ravioli, ein Ausscheidungsprodukt der Rumpellianer. Diese sind knorpelige Wuscheltierchen, die zwischen den Gesteinsklumpen, aus denen die Quexoto poppen, ein jämmerliches Dasein führen. Hatte ich fast vergessen.

Mariä Empfängnis und Josephs Not

Maria empfängt

An einem schönen Sommerabend saß die liebliche Maria vor der Hütte ihrer Eltern und versuchte ein wenig nachzudenken. Das war schwer für sie, denn ihr Vater hatte ihr längst das Gehirn rausgevögelt, wie man so unschön sagt. In treffenderen Worten ausgedrückt: Ihr Vater, der grausame Hieronymus von Galatea, machte seit ihrem siebten Lebensjahr schlimme Dinge mit seiner schönen Tochter. Um diese Schrecklichkeit ertragen zu können, zog sich die jetzt Fünfzehnjährige immer mehr in eine geistig arme Eigenwelt zurück.

Aber was schreibe ich da? Das kann doch nicht sein! Sie war Jungfrau bei Jesu’ Geburt! Nichts da! Von wegen: Elterliche Gewalt! So ein Unfug!

Also von vorn: Sie war einfach nur ein wenig einfältig. Sie ruhte sich von der Arbeit aus. Vor der Hütte. Auf einem Sitzhocker mit Schaffell, die Hüttenwand im Rücken, die Abendsonne im Gesicht. Da kam ein Karnari geflogen und setzte sich dreist auf ihr linkes Knie. Woher sollte die dumme Maria wissen, dass es der Heilige Geist in Vogelgestalt war? Allerdings hätte ihr jetzt eine solche Klugheit überhaupt nichts genützt, weil der Heilige Geist ganz fiese göttliche Fähigkeiten hatte, von denen er gleich brutal Gebrauch machen würde. Unter der Zunge trug der Kanari ein einzelnes göttliches Spermium. Ungeduldig zappelte es eingebettet in einer stecknadelkopfgroßen Gelkapsel. Maria hatte kurz Gelegenheit, überrascht über die Zutraulichkeit des putzigen Vogels zu sein. Da griff der Kanari, also der Heilige Geist, mittels Gedankensuggestion zu! Er befahl ihr, den Vogel locker in die Hand zu nehmen und mit der anderen Hand den Rock zu raffen. Den Kanari musste sie mit dem Köpfchen an ihre Muschi führen. Und zwar so, dass der Kanari mit seinem Schnäbelchen die Gelkapsel einführen konnte. Dann befahl der Heilige Geist der solcherart vergewaltigten Jungfrau, sich den Rock herunterzuziehen und den Vogel aufs Knie zu setzen. Ein letzter Gedankenimpuls löschte die letzte halbe Minute – länger dauerte das Ganze nicht – aus der Erinnerung der armen Maria. So einfach war das. Der Kanari flog weg, nicht ohne dem Mädchen noch schnell aufs Knie zu kacken. In Marias Scheide löste sich die Gelkapsel sofort auf und das gierige Gottesspermium schlängelte durch das Jungfernhäutchen und – ach was! Da war kein Jungfernhäutchen! Also: Befruchtung ohne Hindernis. Ein neues Leben begann!

Josephs Not

Der Joseph! Er war so froh, als sein Vater ihm dieses Mädchen besorgte. Große Sprünge konnten die Eltern von Joseph nicht machen, sie hatten einfach zu wenig Weidemöglichkeiten für ihre kleine Schafherde. Die Wollpreise fielen seit Jahren und das Leben in Judäa war hart. Die Maria war ein richtiges Schnäppchen, da hat Josephs Vater den Handel schnell perfekt gemacht. Das wurde Zeit, denn der Junge ging schon auf die Dreißig zu, verkehrte noch mit Schafen und hatte keinen richtigen Beruf. »Mach’ doch endlich eine vernünftige Ausbildung!«, lag ihm die Mutter oft in den Ohren. Da kam die Maria gerade recht. Ein bisschen seltsam war sie ja. Ihre jüngeren Schwestern besaßen schon mehrere Kinder, aber die Maria war immer noch allein, ohne einen treusorgenden Mann. Trotz ihrer sexy Figur, die selbst unter dem lockerfallenden Gewand gut zu erkennen war. Aber trübe Augen hatte sie. Trübe und traurige Augen. Das kam daher, weil sie recht häufig schmutzig benutzt worden war. Von ihrem Vater, nicht wahr! Alle haben das gewusst, auch Josephs Vater, nur sein dummer Sohn nicht. Und sie war so billig. Was Normales, so für 15 oder 20 Schafe, hätte sich sein Alter nie leisten können. Die Maria rückte ihr frevelhafter Vater für zweieinhalb Hammel raus, ein richtiges Schnäppchen. Joseph war es zufrieden. In stillen Nächten und manchmal auf der Schafweide im Sonnenschein, wenn es zur Sache ging, lag sie reglos wie ein abgeschlachtetes Tier unter ihm, während er stümperhaft stocherte. Joseph kannte es nur so und schön flutschig war sie zur Genüge, viel saftiger als jedes Weideschaf. Auch der Busen war toll. Als sich nach einigen Monaten ihr Bauch zu wölben begann, wusste Joseph, dass seine Saat aufgegangen war.

Dann kam diese seltsame Nacht, in der plötzlich alle Welt in den Stall in Bethlehem drängte, um die Geburt seines Sohnes zu begrüßen. In dieser Nacht hat Joseph sich zum ersten Mal richtig betrunken. Den Schock muss man sich vorstellen. Der wusste nichts von seiner Frau. Dachte, sie wäre neuwertig. Er war sich sicher, er selbst hätte sie geschwängert und das Baby mit dem Heiligenschein in der Krippe wäre sein Sohn, Joseph junior, der kleine Juppi. Plötzlich behaupteten wenig vertrauenerweckende aber stinkreiche fremdländische Herrscher, er sei nicht der Vater! Der so um seine Illusion gebrachte junge Mann hat das dagelassene Gold der Besucher genommen, Maria vorwurfsvoll angeschaut und ist in die Herberge zum Weintrinken gelaufen. Am nächsten Tag zählte er das restliche Geld und suchte sich eine Lehrstelle als Zimmermann.

Alle Geschichten gehen immer weiter …

Gott erwacht

Der liebe Gott ist nach zweitausendjährigem Schlaf aufgewacht. Er reibt sich die Augen und blinzelt, geblendet vom hellen Sonnenlicht. Noch ist er verschlafen und hat keine Ahnung, wer er ist und wo er ist. Da hinten, diese Wolkenformation! Die kennt er doch! Schlagartig ist die Erinnerung zurück. In dieser blass-lila und grell-rosa gestreiften Haufenwolke wohnt sein Sohn, der Jesses! Nun hört Gott auch die dumpfen Beatrhythmen, die durch das Himmelsgewölbe donnern. Dort drüben ist die übliche Partystimmung. Seufzend erhebt Gott seinen massigen Körper aus dem Himmelbett und wischt mit einer nachlässigen Handbewegung eine Akustikdämmwolke vor den schmucken Gottespalast. Sofort ist es wohltuend still. Das Mittagsschläfchen ist jedoch gestört und das ärgert ihn.

»Wenn ich schon wach bin, kann ich gleich nachsehen, was mein letztes Projekt macht!«

Er pustet ein paar dunkle Gewitterwolken zur Seite und sieht die tolle Erde um die Sonne sausen. Etwas kommt ihm seltsam vor. Was soll der Grauschleier über dem blauen Planeten? Das sah zuletzt aber entschieden besser aus! Gott runzelt die Stirn und klingelt nach Petrus. Der Himmelsknecht rauscht sofort auf einer Regenwolke heran. »Was gibt es denn, Chef? Ist die nächste Mannalieferung fällig?«

»Quatsch mit Manna!« ruft Gott. »Hat jemand während meines Mittagschläfchens an der Erde rumgefummelt?«

Petrus ist beleidigt.

»Nee, Chef! Das wissen hier oben im Himmel doch alle, wie heilig dir dein Spielzeug ist!«

Kopfschüttelnd beobachtet Gott die schmutzige Kugel. Er wundert sich, dass da unten noch Leben möglich ist.

Zufällig kommt gerade die Himmelsuhr vorbei. Sie wird von vier hässlichen und stummelflügligen Engeln auf einer engen Kreisbahn um den Gottespalast gezogen. Die Uhr leistet Widerstand, doch die Engel sind unerbittlich und zerren sie erbarmungslos voran. Gott kümmert nicht das Leiden der Uhr. Ihn interessiert nur seine kaputte Erde.

»Sag’ mal, war ich so blöd und habe den Zeitbeschleunigungsfaktor nicht abgestellt? Sind auf der Erde seit meinem letzten Eingreifen in Jerusalem wirklich zweitausend Jahre vergangen?«

Petrus popelt gelangweilt in der Nase und meint: »Da sage ich jetzt nichts zu. Wer ist denn hier Gott der Allmächtige?«

»Ich!« Brüllt Gott begeistert.

»Na bitte.« Petrus geht wieder zu der Himmelspforte. Hier hat sich während der Dauer des Gesprächs mit Gott eine kilometerlange Schlange aufnahmewilliger Lungenkrebsopfer gebildet. Das sieht verflucht nach Überstunden aus.

Gott betrachtet die dreckige Erde und ist ratlos. Wie immer, wenn er nicht weiterweiß, fragt er seine Mama um Rat an. Die hockt zwar irgendwo am Ende des Universums und brütet einen Scheißgott nach dem nächsten aus, ist jedoch jederzeit für ihren Nachwuchs zu sprechen. Dazu benutzt er einfach das rote Telefon, das an einer Schnur aus Schlangenhaut, um den Hals gebunden, vor seinem dicken Bauch hängt. Es sieht aus wie eine unrasierte Muschi. Wie das Ding technisch funktioniert, davon hat er keinen blassen Schimmer. Muss er auch nicht. Hauptsache, der Kontakt ist immer zuverlässig.

»Meine Welt ist am Arsch, Mama, was soll ich tun?«

»Wirf das Ding in ein Schwarzes Loch.«

»Nein, Mama, ich habe mir so viel Mühe damit gemacht. Kann ich es nicht reparieren? Ob sich das noch lohnt?«

»Kannst es ja ausprobieren.«

»Mache ich. Gruß an Papi.«

***

Gott fummelt zwei Telefonhaare von den Lippen. Er greift eine Portion Manna aus der Luft und stopft den leckeren Batzen in den Mund. Gut gelaunt geht er ans Werk. Kauend überprüft er zunächst die Fakten:

Die Menschen machen die Erde kaputt. Sie haben sich in den letzten zweitausend Jahren vermehrt wie die Heuschrecken. Die meisten Leute leben in einer kapitalistischen Gesellschaftordnung, was sich zerstörerisch auf die Erde und die Menschen auswirkt. Es gibt viele Religionen. Manche finden Gott supertoll, andere nicht. Diejenigen, die voll auf ihn abfahren, streiten untereinander um die richtige Art und Weise seiner Vergötterung.

Er hat die Hände schon an den Regelschiebern der Erdenmaschine, um für den Anfang das Problem der Überbevölkerung mit ein paar Kometeneinschlägen zu lösen. Da bekommt er die beste Idee der Welt:

»Warum sollte ich denen die Arbeit abnehmen? Die können ihren Planeten bitteschön selbst wieder in Ordnung bringen!«

Gott entscheidet sich für eine interessante Minimallösung und nennt sie »Operation sanftes Anschubsen«:

Alle Menschen sollen ihn gut finden. Er will ihnen sagen, was sie an ihm gut finden sollen. Sie sollen sich und ihn lieb haben. Sie sollen die Erde, auf der sie leben, lieb haben und sie wieder gesund machen.

Gott zeigt den Menschen ein wenig, wer hier der Boss ist. Das geht einfach: Er nimmt die Himmelstrompete aus dem Wandregal mit den himmlischen Folterwerkzeugen und bläst in Richtung Blauer Planet hinein. Vorn kommt eine wunderschöne Ansage heraus:

»Achtung, Achtung, hier spricht der Kapitän! Der Kahn ist kurz vor dem Absaufen, weil einige Ratten schon zu viele Löcher in den Rumpf genagt haben. Ich gebe euch ein Jahr Zeit, grundlegende Veränderungen herbeizuführen, damit das Schiff problemlos weiterfahren kann. Damit ihr den Ernst der Lage kapiert und meine Macht fürchtet, hier eine kleine Warnung: Alle, die in den nächsten Tagen auf die sogenannte PEGIDA-Demonstration gehen, werden von mir geschwärzt. Den Boko Haram und dem IS zeige ich bei ihren Terroraktivitäten meinen Stinkefinger. Bis dann!«

Diese klare Ansage unterbricht alle laufenden Funksendungen auf der Erde und ertönt aus den Lautsprechern aller Empfangsgeräte. Die Himmelsposaune übersetzt praktischerweise den Spruch nicht nur in die jeweilige Landessprache der Empfänger. Die Posaune kann auch mehrere Stimmen imitieren. Beispielsweise klingt die Deutsch sprechende Stimme wie Angela Merkel und die amerikanische wie der tote Elvis Presley. Die gesamte Menschheit rätselt über den Ursprung, die Bedeutung und die technische Machbarkeit der Sendung. So richtig will niemand an die Botschaft glauben. Die Regierungen der Erde beschuldigen sich gegenseitig einer üblen Propaganda.

***

Zwei Tage später ist Montag, die wöchentliche PEGIDA-Demonstration in Dresden ist in vollem Gange. Einige Teilnehmer machen Witze über den irren Spruch von vorgestern und das ominöse »Schwarzmachen«. Gegen Ende der Veranstaltung verunsichert eine Nachrichtenmeldung mehrerer Presseagenturen die Menschen: Im Kongo sind mehrere Terrorbanden der Boko Haram vernichtet worden. Angeblich von Buschmännern mit Fäusten und Speeren gegen Terrorkämpfer mit Kalaschnikows. Außerdem melden die kurdischen Peschmerga prima Geländegewinne, weil bei den IS die Waffen nicht mehr funktionieren.

Nur ein paar Teilnehmer der Demonstration lassen sich verwirren, als sich das herumspricht. Es geht weiter mit »Lügenpresse, halt die Fresse!« und »Wir sind das Volk!«

Plötzlich wird es kurz stockdunkel, dann gibt es einen Lichtblitz, es wird noch einmal dunkel. Diesmal fast zehn Sekunden lang und als dann wieder die Abendsonne scheint, sind alle Teilnehmer der Demonstration negroid geworden. Schwarz wie die Nacht. Sogar Polizisten, die aufpassen sollen, dass die Leute keine Hitlergrüße machen, sehen aus wie schwarze Streifenbullen in Chikago. Die anwesenden Kamerateams hat es auch erwischt. Praktischerweise gehen die Bilder sofort um die Erde und die Welt ist entsetzt.

Der Schreck bei den Pegida-Teilnehmern ist groß. Viele fallen in Ohnmacht. Eben noch blonde Wikingerrecken brechen zusammen und wimmern: »Mami, ich will kein Neger sein!« Alle reiben an sich herum, in der Hoffnung, die vermeintliche Farbe abwischen zu können – aber nichts geht: Alles ist echt. Sogar die blankpolierten Glatzen sind weg. Stattdessen prunken überall schöne schwarze Kraushaarlocken auf den Köpfen. Einer der Männer guckt in seine Hose und ruft begeistert: »Alter! Dafür gerne!« Sofort ist er von interessierten schwarzhäutigen Frauen umringt.

Die anschließenden Untersuchungen in Krankenhäusern und Universitäten führen zu keinem Ergebnis. Unter den Experten ist Einigkeit: Das Geschehen ist rational nicht zu erklären. Die rätselhafte Verwandlung muss ein Wunder sein. Von IHM. Alle Menschen auf der Erde rennen in die Kirchen und Moscheen. Buddhisten und Hindus werden richtig neidisch. Viele treten zum Christentum über. Der Papst meint, das Ereignis verstanden zu haben. Es gäbe eine Absicht dahinter, das hätte ER als Kapitän ja laut und deutlich genug gesagt: ER will uns Gutes tun, aber wir müssen selber gut sein. Leider verstehen das die Wenigsten. Eine Woche später bringen sich einige Pegida-Teilnehmer um oder töten sich gegenseitig. Andere vollziehen die totale Kehrtwendung und gehen offensiv mit ihrem Kainsmal um. Sie suchen auf den Straßen nach übrig gebliebenen Faschisten und blamieren sie in der Öffentlichkeit mit Sprüchen wie: »Na, heute schon ’nen Nigger angespuckt?« oder »Schaut, das weiße Menschenkind, wie es plötzlich läuft geschwind!« Sie rennen fröhlich durch Dresden und rufen; »Black Power, Black Power!« Total nette Leute sind das und immer auf der Suche nach alten Omis und Opis, denen sie über die Straße helfen und ihnen die mit Fertigprodukten gefüllten Einkaufstaschen in armselige Rentnerwohnungen hochtragen. Es finden Rollatorwettbewerbe statt: Alte Menschen werden auf ihren Rolli gesetzt und dann geht die Post ab: Wer ist schneller, Bimbo oder Bimba? Übrigens wollen viele Schwarzgemachte jetzt Bimbo heißen und nach Afrika auswandern. Die deutsche Regierung lässt sie aber nicht aus dem Land, weil immer noch Untersuchungen nötig sind, um rauszubekommen, ob Heilung möglich ist. Deshalb will sie auf die Menge der 20.000 Geschwärzten behalten, denn es müssen noch viele Experimente gemacht werden. Die Russen bieten jede Hilfe an. Das wird jedoch abgelehnt, weil die angeblich keine Erfahrung mit schwarzen Leuten haben. Franzosen und Niederländer dürfen gern helfen, was total ungerecht ist.

Doch das Wunder bleibt ein Wunder. Gott ist gespannt, wie es weitergeht.